Rauchmelder sind Lebensretter

Jährlich sterben in Deutschland etwa 600 Menschen bei Hausbränden und die meisten unter ihnen sterben daran, dass sie im Schlaf Rauch einatmen, eine schwere Rauchvergiftung erleiden und bewusstlos werden, so dass sie nicht aus der brennenden Wohnung fliehen können. Daher hat der Gesetzgeber in den vergangenen Jahren in fast jedem Bundesland die Pflicht eingeführt, Wohn- und Schlafräumen mit Rauchmeldern zu versehen. Dennoch sind in Deutschland im Vergleich zum Beispiel zu Kanada, den USA oder Großbritannien, wo Rauchmeldeanlagen schon seit langem vorgeschrieben sind, nur wenige Wohnungen mit Meldern ausgestattet. In den USA hat sich die Zahl der Opfer von Wohnungsbränden seit der Einführung der Rauchmelderpflicht halbiert.

Rauch erkennen und Leben retten

Natürlich sind auch die Sachschäden bei Wohnungsbränden enorm hoch. Mit Rauchmeldern wird nicht vermieden, dass ein Brand ausbricht. Wenn ein Melder in einer Wohnung installiert ist, aber niemand zu Hause ist, dann können trotzdem Schäden entstehen. Die Hauptaufgabe von Rauchmeldern ist es, das Leben von Menschen zu retten. Bei einem Brand breitet sich der entstehende Rauch sehr viel schneller von Zimmer zu Zimmer aus, als das Feuer an sich. Besonders gefährlich ist Rauch für schlafende Menschen, die nach und nach eine immer höhere Dosis des giftigen Brandgases einatmen und dann nicht mehr erwachen. Der Melder erkennt den Rauch und gibt einen lauten Alarmton von sich. Die Familie wacht auf und kann sich in Sicherheit bringen.

Brandrisiko minimiert aber nicht ausgeschlossen

Wohnungen und Gebäude in Deutschland entsprechen heute hohen Standards. Sowohl Neubauten als auch renovierte Altbauten halten sich an strenge Vorgaben im Brandschutz. Es werden Brandschutzwände eingezogen, um einzelne Bereiche voneinander zu trennen und den Überschlag eines Brandes von einem auf den anderen Bereich (zum Beispiel von einer Wohnung auf eine andere oder von einer Etage auf die nächste) zu verhindern. Es werden heute nur noch Materialien verbaut, die wenig Brandrisiko bergen. Die allermeisten Kabel sind halogenfrei. Elektroinstallationen genügen höchsten Ansprüchen an die Sicherheit. Dennoch ist es nie zu 100% ausgeschlossen, dass nicht doch ein Kurzschluss entsteht, eine Kerze übersehen wird oder eine Zigarette einen Brand verursacht.

Wie funktionieren Rauchmelder?

Moderne Rauchmelder arbeiten entweder mit optische oder thermische Melder. Optische Melder arbeiten mit dem Streulichtprinzip und erkennen feinste Partikel in der Luft. Sie lösen aus, wenn Rauchschwaden im Raum sind oder wenn Dampf entsteht. Daher werden in Großküchen zum Beispiel, wo oft Dampf entsteht, thermische Melder eingesetzt, die auf eine bestimmte Temperatur reagieren. In normalen Wohnräumen eignen sich die optischen Melder am besten. Sie senden Lichtimpulse in die Umgebung und reagieren auf Rauch. Sie können einfach mit Batterien betrieben werden. Damit sie einwandfrei funktionieren, müssen sie am höchsten Punkt des Raumes, also an der Decke installiert werden. Am besten ist eine Position mittig im Raum.

Die Wohnung sichern mit Rauchmeldern

In jedem Schlafraum und Kinderzimmer sollte ein Melder an der Decke angebracht werden. Es ist eine Verpflicht in Wohnräumen sowie in Fluren, die als Fluchtweg nach draußen dienen, Melder anzubringen. Am wichtigsten sind die Melder in den Schlafzimmern und Kinderzimmern, in denen Kinder ihr Bett haben. Hier stehen oft auch elektrische Geräte wie Fernseher, Spielekonsolen oder auch Heizdecken und Lampen, die ein erhöhtes Brandrisiko bergen. Im Keller sollte auch ein Melder installiert werden, es ist jedoch nicht erforderlich, hier jeden Lagerraum abzudecken. Küche und Bad erhalten normalerweise keine Rauchmelder, weil hier die Gefahr von Fehlalarmen ständig gegeben ist. Die optischen Melder reagieren wie gesagt auch auf Dampf, der im Bad und in der Küche eigentlich jeden Tag vorhanden ist.

Wartung und Betrieb von Rauchmeldern

Es gibt sehr viele verschiedene Hersteller von Rauchmeldern, die mit verschiedenen Systemen arbeiten. Gemeinsam mit Ihnen finden wir das passende System für Ihr Haus oder Ihre Wohnung. Es gibt ganz einfache Melder mit normalen Hauhaltsbatterien, die regelmäßig gewechselt werden müssen. Diese Melder geben einen weniger lauten Ton von sich, wenn die Batterie schwächer wird. Ein wenig teurer, aber deutlich einfacher zu handhaben sind Rauchmelder, die mit stärkeren Akkus ausgestattet sind. Diese müssen einmal im Jahr gewartet werden, wobei auch der Akku überprüft oder getauscht wird. Mit diesen Geräten ist man auf der sicheren Seite, denn sie werden vom Profi geprüft. Die wirklich umfangreichen und auch recht teuren Systeme, bei denen alle Melder miteinander und mit einer Brandmeldezentrale verbunden sind, werden in Wohngebäuden nur dann eingesetzt, wenn es sich um wirklich große Mehrfamilienhäuser mit an die 100 Wohnungen handelt.